Hier kannst du die aktuellen Ruby-Distributionen herunterladen. Die stabile Version ist derzeit 2.0.0-p195. Bitte nimm auch Rubys Lizenz zur Kenntnis.

Drei Möglichkeiten, Ruby zu installieren

Man kann Ruby auf vielen verschiedenen Wegen erhalten und jeder einzelne zieht eine Methode einer anderen aus bestimmten Gründen vor. Jede wird im Folgenden kurz vorgestellt, aber hier ist eine Übersicht:

  • Kompilierung aus dem Quellcode ist der Standard, nach dem Software seit vielen, vielen Jahren verteilt wird. Die meisten Softwareentwickler werden sich damit auskennen.
  • Es gibt ein paar Drittanbieter-Werkzeuge, um Ruby zu installieren. Meistens sind diese für frühe Anfänger und weit fortgeschrittene Nutzer am einfachsten zu benutzen.
  • Schließlich unterstützen auch einige Paketmanagement-Systeme Ruby. Diese Methode wird den Leuten am meisten gefallen, die ein einziges Betriebssystem für alles nutzen und dessen jeweiligen Richtlinien folgen möchten.

Möchte man mehrere verschiedene Ruby-Versionen auf demselben Computer betreiben, sollte man sich über die Drittanbieter-Werkzeuge unten einlesen und RVM oder Pik benutzen, solange man nicht ganz genau weiß, was man tut.

Ruby-Quellcode

Ruby aus dem Quellcode zu installieren ist eine geeignete Lösung, wenn du dich gut mit deinem System auskennst und eventuell spezielle Einstellungen für deine Umgebung benötigst. Es ist außerdem eine gute Lösung, falls es keine vorgefertigten Pakete für dein System gibt.

  • Ruby 2.0.0-p195 (md5: 0672e5af309ae99d1703d0e96eff8ea5) stabile Version
  • Ruby 1.9.3-p429 (md5: 993c72f7f805a9eb453f90b0b7fe0d2b) stabile Vorgängerversion
  • Stable Snapshot Bei diesem Snapshot handelt es sich um die absolut letzte stabile SVN-Version. Sie sollte etwas stabiler sein als das letzte Release.
  • Nightly Snapshot Bei diesem Snapshot handelt es sich um eine Kopie von letzter Nacht. Es besteht durchaus die Gefahr, dass in dieser noch nicht korrigierte Fehler enthalten sind.

Weitergehende Informationen zum Subversion- und Git-Repository von Ruby sind unter Ruby Core zu finden.

Drittanbieter-Werkzeuge

Viele Rubyisten benutzen Drittanbietersoftware, um ihr Ruby zu installieren. Sie bieten verschieden Vorteile, werden aber dafür nicht offiziell unterstützt. Nichtsdestotrotz sind ihre jeweiligen Communities sehr hilfsbereit.

RubyInstaller

Für Windows-Nutzer hat sich die Installation mithilfe des RubyInstallers etabliert, der alle notwendigen Tools für die Rubyentwicklung unter Windows mitbringt. Momentan stehen folgende Installer zur Verfügung (wenn du dir nicht sicher bist, welche Architektur dein System hat, wähle die 32-Bit-Variante):

Speziell für die Entwicklung mit RubyOnRails unter Windows gibt es den RailsInstaller. Dieser baut auf dem RubyInstaller auf, enthält aber noch einige weitere Werkzeuge, die die Entwicklung mit Rails vereinfachen.

Wenn du auf Windows mehrere Ruby- und RubyGems-Installationen gleichzeitig betreiben möchtest, solltest du dir Pik anschauen, welches diese Aufgabe enorm vereinfacht.

RVM und Pik

Das bekannteste Ruby-Installationswerkzeug ist RVM („Ruby Version Manager“). Es erlaubt nicht nur, Ruby sehr einfach zu installieren, sondern unterstützt auch die Installation und Verwaltung verschiedener Ruby-Versionen und -implementationen auf einem System.

RVM steht nur für Linux, Max OS X und andere UNIX-ähnliche Betriebssysteme zur Verfügung. Windows-Nutzer sollten sich Pik für ein ähnliches Projekt anschauen oder den oben beschriebenen RubyInstaller verwenden.

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Textes kann RVM, soweit Git verfügbar ist, wie folgt installiert werden:

$ \curl -L https://get.rvm.io | bash -s stable --ruby

Die aktuellsten Installationsanweisungen für RVM können auf der Installationsseite von RVM nachgelesen werden. Die neueste Ruby-Version lässt sich durch rvm install 1.9.3 installieren; alle unterstützten Versionen und Implementationen können mit rvm list known aufgelistet werden.

Paketverwaltungssysteme

Ruby unter Linux

Je nach dem, welche Distribution du verwendest, gibt es mehrere Möglichkeiten, Ruby zu installieren. Unter Debian oder Ubuntu beispielsweise stellt apt-get eine einfache und elegante Lösung dar:

#Ruby 1.9 (es handelt sich hierbei tatsächlich um Ruby 1.9.2 oder neuer,
#die "1.9.1" steht für die sog. "library compatibility version").
$ sudo apt-get install ruby1.9.1-full

#Ruby 1.8
$ sudo apt-get install ruby-full

Für irb und rdoc muss das „Universe“-Repository aktiviert werden.

Unter Arch Linux findest du Ruby im „extra“-Repository.

$ pacman -S ruby

Ruby unter OS X

Ruby 1.8.7 wird von Macintosh OS X Lion genauso vollständig unterstützt wie viele bekannte RubyGems (Pakete). Genauere Informationen gibt es im RubyWiki bei MacOS Forge.

Max OS X Tiger kommt mit der Ruby-Versionen 1.8.2 und Leopard mit 1.8.6, aber für die, die noch nicht auf Leopard aktualisiert haben, gibt es eine gewisse Anzahl an Möglichkeiten, die neuste Ruby-Version zu installieren.

Viele Leute benutzen unter Mac OS X Homebrew als Paketmanager:

$ brew install ruby

Da OS X aber auch auf UNIX basiert, ist die Installation aus dem Quellcode ebenso einfach und effektiv wie die anderen Möglichkeiten; selbstverständlich ist es auch möglich, RVM zu benutzen. rvm notes gibt systemspezifische Informationen aus.

Eine genaue Beschreibung der Installation von Ruby (und Rails) findet sich in Dan Benjamins Artikeln zu Tiger, Leopard und Snow Leopard. Für Lion mag dieser Artikel hilfreich sein.

Ruby unter Solaris und OpenIndiana

Ruby 1.8.7 ist für Solaris 8 bis Solaris 10 unter Sunfreeware verfügbar und Ruby 1.8.7 ist bei Blastwave erhältlich, ein optimierter Ruby On Rails Stack für Solaris 10 ist bei Coolstack innerhalb von Sun’s Cooltools Projekt verfügbar. Ruby 1.9.2-p0 kann ebenfalls bei Sunfreeware gefunden werden, jedoch ist diese Version veraltet. Eine neuere kann etwa mit RVM installiert werden.

Um Ruby unter OpenIndiana zu installieren, sollte man das Image Packaging System, IPS, verwenden. Damit werden die neuesten Ruby-Binaries (1.9) und RubyGems direkt aus dem OpenSolaris-Repository installiert:

$ pkg install runtime/ruby-19

Selbstverständlich kann man auch hier RVM verwenden.

Alternative Ruby-Implementationen

Ruby als Sprache hat einige verschiedene Implementierungen. Diese Anleitung diskutiert die Referenzimplementation MRI („Matz’ Ruby-Interpreter“), es gibt aber noch einige weitere. Oftmals sind diese in bestimmten Situationen nützlich, stellen spezielle Sprach- oder Umgebungsintergration zur Verfügung oder haben einfach spezielle Features, die der MRI nicht hat.

Hier ist eine Liste:

  • JRuby ist ein Ruby auf der JVM (Java Virtual Machine), das von den optimierenden JIT-Compiliern der JVM, ihrem Garbage Collector, nebenläufigen Threads, diversen Tools und einer immensen Menge an Programmbibliotheken profitiert.
  • Rubinius ist ein „Ruby geschrieben in Ruby“. Aufgebaut auf der LLVM stellt Rubinius eine gute virtuelle Maschine zur Verfügung, auf der sogar andere Sprachen aufbauen. Ebenso wie JRuby besitzt es echt nebenläufige Threads, ist jedoch im Gegensatz zu diesem kompatibel zur C-API des MRI.
  • MacRuby ist stark integriert in Apples Cocoa-Libraries für Mac OS X, was ein leichtes Erstellen von Desktopanwendungen für Mac OS X ermöglicht.
  • Cardinal ist ein „Ruby-Compiler für die Parrot Virtual Machine“ (Perl 6).
  • IronRuby integriert sich gut in Microsofts .NET-Framework.
  • MagLev definiert sich selbst als „eine schnelle, stabile Ruby-Implementation mit integrierter Objektpersistenz und verteiltem Shared Cache“.

Einige der genannten Implementationen, MRI eingeschlossen, folgen den Richtlinien der RubySpec, einer von den Rubinius-Entwicklern initiierten „kompletten ausführbaren Spezifikation für die Programmiersprache Ruby“.